Der höchste Berg Afrikas: Kilimanjaro (5892 m)

Kilimanjaro
Tour:
Kilimanjaro
Region / Gebiet:
Tansania (Afrika)
Termin:
07.02. - 17.02.2001
Ausgangshöhe:
2000 m
Erreichte Höhe:
5892 m
Höhenmeter:
3892 m
GPS-Koordinaten:
Breite: -
Länge: -
Aufstiegsroute:
Kikeleva-Route (Nord)
Abstiegsroute:
Marangu-Route (Südost, Normalroute)
Dauer:
6 Tage (reine Bergtour)
Anstrengung:
Mittelschweres Trekking mit Zeltübernachtungen
Ausrüstung:
  • gute, nicht zu leichte Trekkingschuhe
  • Teleskopstöcke sehr empfehlenswert
  • Stirnlampe für nächtlichen Gipfelaufstieg
  • Daunenschlafsack (ca. -15° - -20°C Komforttemperatur)
  • Hochtourenausrüstung inkl. Handschuhe und Mütze (Steigeisen und Kletterausrüstung nicht erforderlich)
  • Kopfbedeckung, Sonnen- oder Gletscherbrille (100% UV-Filter)
  • Fleecejacke (mit Windstopper!)
  • Rucksack (ca. 35 - 40 Liter für Tagesausrüstung)
  • Sonnenschutzmittel
Gefahren:
  • Höhenkrankheit (AMS = Acute mountain sickness)
  • Erfrierungen bei unzureichender Ausrüstung

Nach oben 1./2.Tag – 07.02./08.02.2001

Flug mit Swiss-Air über Nacht ab München über Zürich nach Nairobi. Der Flug war normale Touristenklasse.

In Nairobi gibt Kibo Slope Cottagest es den üblichen Trubel bei der Einreise. Aber wir kommen noch ohne die neu eingeführten 50 US-$ Visagebühr ins Land, die Zöllner kennen dien neuen Regeln wohl auch noch nicht.

Unsere Gruppe trifft sich dann endgültig bei der Gepäckausgabe. Wir sind zu sechst und streben unserem Empfangskomitee entgegen: Ein kleiner Toyota-Van mit Fahrer, aber irgendwie kriegen wir alles verstaut und verlassen mit „Linksverkehr“ Nairobi auf der Überlandstraße nach Südosten. Nach 5 Stunden – die letzten 3 Stunden über rotsandige Sandpiste – wird die kleine Stadt Loitokitok erreicht. In einer gemütlichen Lodge („Kibo Slope Cottages“) richten wir uns für die nächsten 2 Tage ein.

Mittags tauchten wir in die Welt der zwischen Kaffeeplantagen liegenden Kleinstadt ein.

Nach oben 3. Tag – 09.02.2001

Elefant Besuch im „Home of the Elephants“ – dem Amboseli National Park. Da ich nach dem Kilimanjaro kein Anschlußprogramm in den großen Nationalparks wie Serengeti geplant hatte, Elefantenherde nutzte ich diesen Tag um ein wenig der afrikanischen Tierwelt kennen zu lernen.

Der Anblick der ruhigen Elefantenherden in der Savanne vor dem Hintergrund des 5000 m höher gelegenen Kilimanjaro-Gipfels war schon sehr beeindruckend.

Aber irgendwie fehlte doch etwas, die afrikanische Tierwelt stellte sich komplett vor, nur Löwen ließen sich nicht sehen.

Abends nach einem letzten großen Dinner in unserer Lodge begannen wir mit dem auseinanderdividieren unseres Gepäcks: 1 Tagesrucksack für uns, 12 Kg Berggepäck (inkl. Schlafsack) für den Träger, unser restliches Gepäck wird eingelagert und nach der Bergtour ausgehändigt.

Nach oben 4. Tag – 10.02.2001

Plantagenwege Von unserer schönen Lodge fahren wir mit einem Land Rover über tief ausgewaschene Pisten zur kenianisch-tansanischen Grenze im Dorf Rongai. Nach den Grenzformalitäten geht es zum kleinen Dorf Nalemoru, dort checken wir am Nationalparkposten ein und bekommen unser Trekkingpermit. Hier ist auch die Fahrt zu Ende und wir werden für die nächsten 6 Tage in die Obhut von unserem Guide Restus sowie der 17  köpfigen Begleitmannschaft übergeben.

Nach der Begrüßung begeben wir uns in 2000 m Meereshöhe auf die Tour. Einige Zeit führt uns der Weg – begleitet durch eine ortsansässige Kinderschar - durch diverse Plantagen, danach erreichen wir den Waldgürtel des Kibo. Neben exotischen Pflanzen begleiten uns einige Kolobusäffchen auf dem Weg zu unserem Tagesziel. Nach einer zwischenzeitlichen Lunchpause erreichen wir oberhalb des Waldgürtels nach 3,5 Stunden Gehzeit unser Tagesziel, das „Simba Camp“ auf 2600 m üNN.

Hier lassen wir uns erstmals vom Koch unserer Trägermannschaft verwöhnen, die „Tea-Time“ um 5 Uhr ist ein angenehmes Relikt aus der ehemaligen Kolonialzeit.

Nach oben 5. Tag – 11.02.2001

Morgenstimmung Am frühen Morgen erstrahlt der schneebedeckte Kibo-Gipfel über uns. Den ganzen Morgen geht es durch Lobelie eine langsam dünner werdende Strauchsteppe dem Gipfel entgegen. Nach 4 Stunden wird an der sogenannten „2. Höhle“ (Lavahöhle in 3300 m) eine ausgiebige Lunchpause eingelegt. Danach ändern wir die Richtung: Richtung Osten wendend nähern wir uns dem Mawenzi. Nur langsam Höhe gewinnend, oftmals kleine Bacheinschnitte querend, erreichen wir das „Kikeleva Camp“ in 3600 m Höhe.

Marsch

Der Nachmittag brachte immer wieder Nieselregen; nach 8 Stunden langsamen Steigens müde und aufgrund der ungewohnten Höhe waren alle froh, bis zum Abendessen in den Schlafsäcken zu liegen.

Das Abendessen war gewohnt gut, doch die zunehmende Kälte und die feuchte Regenluft verleiteten nicht zu einem langen Aufenthalt im Essenzelt.

Nach oben 6. Tag – 12.02.2001

Lagerplatz Nach einer feucht-kalten Nacht ist der Lagerplatz mit dick mit Rauhreif bedeckt. Nach dem Frühstück steht uns eine recht kurze aber steile Tagesetappe bevor. Der Aufstieg vom „Kikeleva Camp“ (3600 m) zur „Mawenzi Tarn Hut“ in 4330m Höhe dauert nur 3:45 Stunden. An einigen Senecien vorbei steigen wir steil empor in den Nebel hinein. Kurz vor dem Lager fängt es an zu regnen und wir können  gerade noch vor dem Gewitter bei dichtem Nebel die von den Trägern bereits aufgestellten Zelte erreichen. Mir geht es nicht sonderlich gut, als „Kaffeetante“ habe ich auf dem Aufstieg während der einzigen Pause einen ganzen Liter Früchtetee in mich hineingekippt. Jetzt rebelliert der Magen, alles muß raus und fliegt die Felswand runter. Danach geht´s mir deutlich besser (oder war das doch ein Anflug von Höhenkrankheit?).

Nach dem Gewitter ist die Luft kalt aber glasklar. Weit schweift der Blick über das bereits 3000 m tiefer liegende Hochland von Kenia. Weiß verschneit steht jetzt der Mawenzi (Hans-Meyer-Peak, 5148 m) direkt über dem Lagerplatz.

In der kleinen „Mawenzi Tarn Hut“ – einer einfachen Blechhütte – kann man halbwegs bequem an einem Tisch essen. Zum Schlafen „stapeln“ sich hier die Träger, wir ziehen die Zelte vor.

In der Nacht fängt es an zu schneien.

Nach oben 7. Tag – 13.02.2001

Morgenstimmung Morgens sind die Zelte von Neuschnee bedeckt, die feuchte Luft im Zelt hängt als Reif an den Planen. Eine unvorsichtige Bewegung beim Aufwachen und wir werden mit einem Eisschauer geduscht. Jetzt sind wir wach.

Die Luft ist kalt, der Himmel wolkenlos; trotz Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt genau richtig für den 15 Km langen Marsch vom Mawenzi über die Mondlandschaft des „Kibo-Saddle“ zum Fuß Kibosattel des Kibo-Gipfelaufbaus.

Der marsch zieht sich hin. Immer den Gipfel vor Augen geht es stundenlang in etwa 4500 m Höhe durch diese Steinwüste. Bei brütender Hitze und dazwischen eiskalten Windböen sind auch die Träger mit Ihren 30 Kg Lasten deutlich an Ihrer Leistungsgrenze angelangt.

Nach fast 6 Stunden wird auf 4770 m die „School Hut“ erreicht. Sie bietet ein einfaches Matrazenlager und ein wenig Gemütlichkeit zum Sortieren der Ausrüstung vor dem Gipfelsturm.

Einige unserer Gruppe haben an dieser Hütte schon den bisher höchsten Punkt ihrer Bergsteigerlaufbahn erreicht.

Nach einem Abendessen geht es früh in den Schlafsack, denn um 23 Uhr heißt es Aufstehen.

Nach oben 8. Tag – 14.02.2001

Der Tag“ begann eigentlich schon gestern: 23 Uhr aufstehen, ein kleines Frühstück. Um kurz vor Mitternacht wurden wir von den Trägern verabschiedet, die mit unserem schweren Gepäck den Berg queren und später wieder mit uns zusammentreffen wollen. Bei zunächst noch annehmbaren Temperaturen begann der lange Aufstieg im Schein der Stirnlampen. In scheinbar endlosen Serpentinen wurde langsam Höhe gewonnen. Die Luft wurde immer dünner, an der Hans-Meyer-Höhle in 5200 m trafen wir auf den Normalanstieg von der Kibo-Hütte. Einige Gruppen pausierten hier, mehrere Personen mit akuten Zeichen von Höhenkrankheit kehrten hier um, andere versuchten es weiter.

Nach kurzer Pause ging es weiter, im weiteren Anstieg zersplitterte unsere Gruppe in eine 5 köpfige Spitzengruppe (Führer Restus + 4 Bergsteiger) sowie mehreren Nachzüglern mit dem Assistent-Guide, die nur bis zum Gilman`s Point gehen wollten.

Eiswand Um 4:45 Uhr wurde der Kraterrand am Gilman´s Point (5705 m) erreicht. Eine kleine Felsnische am Kraterrand mit viel Abfall und Fäkalien, für viele ist hier der Aufstieg geschafft (es gibt immerhin eine grüne Urkunde von der Nationalparkverwaltung). Es war windig und mittlerweile sehr kalt, dass wir gleich weiter in Richtung Hauptgipfel gingen. Um kurz vor sechs flammte der Himmel im ersten Dämmerlicht auf, es wurde schnell heller und wir konnten erste Einzelheiten des Kammverlaufes hoch über dem Wolkenmeer über den Ebenen Afrikas erkennen. Im Westen zeigt der schwarze Schatten des Kilimanjaro als riesiges Dreieck bis zum Horizont.

Der Kammverlauf führte in technisch unschweren Gelände um den Krater Am Gipfel herum. Trotzdem waren wir alle in der Höhenluft am schnaufen, die Schritte wurden immer kürzer. Alle waren froh, das der Marsch in über 5800 m Höhe nach weiteren 90 Minuten am Uhuru Peak (5892 m) endete. Der höchste Punkt des afrikanischen Kontinents war erreicht.

In der dünnen Luft (497 mbar) wurde die Kälte (-18° C) und der leichte Wind viel stärker empfunden, so dass wir nach einigen Gipfelphotos bei bestem Wetter schon nach 10 Minuten den Abstieg begannen (insbesondere unser Guide Restus fürchtete sich wegen seiner dünnen Handschuhe vor Erfrierungen).

Stufengletscher Gemütlich gingen wir jeder allein zum Gilman´s Point zurück und fuhren dann über eine steile Rinne aus Vulkanasche in etwa 30 Minuten die 1000 Höhenmeter zur „Kibo-Hütte“ ab, wo wir von unseren Trägern  beglückwünscht und mit Fruchtsaft empfangen wurden.

In ausgiebiger Rast warteten wir, bis alle Nachzügler unserer Gruppe eingetroffen waren, danach wanderten wir die 3 Stunden unserem Tagesziel, den „Horombo-Hütten“ (3720 m), entgegen. Wir waren jetzt wieder über den „Kibo-Saddle“ auf der „Marangu“- oder Normalroute des Kibo. Der Verkehr war teilweise wie in den Dolomiten. Gestärkt durch unseren Gipfelerfolg taxierten wir die entgegenkommenden Trekkinggruppen. Wir glaubten, das auf diesem Wege wohl nur knapp 50% der Aspiranten für einen Gipfelerfolg in Frage kam. Teilweise zu schnell aufgestiegen und ohne die nötige Grundfitness klagten viele schon in knapp 4000 m Höhe über starke Kopfschmerzen und Übelkeit.

Kurz vor Erreichen des Tageszieles begann die Vegetationszone mit Sträuchern und ganzen Wäldern von eigenartigen Senecien.

 Am Abend feierten wir im Essenzelt gemeinsam mit unseren Trägern den Gipfelerfolg mit einer Flasche Bier.

Nach oben 9. Tag – 15.02.2001

Abschiedsfoto Der letzte Trekkingtag. Vor dem Abmarsch gab es noch ein Gruppenphoto mit allen Trägern. Dann marschierten wir zum Nationalparkausgang. Wir tauchten in den Waldgürtel ein, der auf der feuchteren Südseite des Kilimanjaro eher den Eindruck eines Tropenwaldes mit Orchideen und Farnen hinterließ, als der trockenere Parkausgang Wald auf der Nordseite des Berges. Nach einer Lunchpause auf der „Mandara-Hütte“ (2675 m) erreichten wir am frühen Nachmittag das Ausgangsportal des Nationalparks. Wir trugen uns aus den Listen der Durch den Regenwaldgürtel Nationalparkverwaltung aus und erhielten im Gegenzug die Gipfelurkunden (Gold für „Uhuru-Peak“ und grün für „Gilman´sPoint“).

Der Abschied von unseren Guide´s und Trägern war ein großes Event: Ausgabe der Trinkgelder, Verlosung überflüssiger Ausrüstungsgegenstände sowie die Abschiedsreden zogen sich einige Zeit hin.

 Danach wurden wir mit einem Kleinbus zu einem großen Hotel nach Arusha gebracht. Die nächsten Stunden verbrachten wir alle unter der Dusche und der Abend endete mit einem feudalen Abschiedsmenue, bei dem die letzten Tage nochmals in allen Einzelheiten durchgesprochen wurden.

Nach oben 10. Tag – 16.02.2001

Am Morgen hieß es Abschied nehmen. Ein Teil unserer Gruppe verließ uns für ein anschließendes Safariprogramm. Der Rest verbrachte ein paar Stunden in Arusha. Tansanias zweitgrößte Stadt ist am Scheideweg zwischen moderner Infrastruktur (Internet-Cafe´s an jeder Straßenecke) und zunehmender Armut des größten Teils der Bevölkerung.

Gegen Mittag bestiegen wir den Shuttle-Bus für unsere 5 stündige Busfahrt durch die afrikanische Steppe nach Nairobi. Gegen Abend erreichten wir dann den Airport und nach langer Wartezeit startete kurz nach Mitternacht unser SABENA-Airbus Richtung Brüssel.

Nach oben 11. Tag – 17.02.2001

Am frühen Morgen landeten wir auf dem Flughafen Brüssel, ein paar Stunden später ging es auf die letzte Etappe nach München. Danach war das Abenteuer Kilimanjaro beendet.

Kartenskizze:

Kartenausschnitt

© Katalog Hauser-Exkursionen

Informationen

Name:
Kilimanjaro
Höhe:
5.891,77 m (GPS-Vermessung 2000)
Lage:
Tanzania (Afrika)
2° 50’ 30’’ Süd
37° 00’ 35’’ Ost
Erstbesteigung:
06.10.1899 durch Hans Meyer (D), Ludwig Purtscheller (A)
Reisezeiten:
Außerhalb der Regenzeiten im Dezember - März und Juni - August

Aufstiegsrouten:

Der Kilimanjaro ist auf verschiedenen festgelegten Routen von unterschiedlicher Schwierigkeit zu besteigen. Für den Trekkingbergsteiger werden im wesentlichen die vielbegangene Marangu-Route (Normalweg von Südosten), die stille Rongai- oder Kikeleva-Route (von Norden mit verschiedenen Varianten) und die schwierigere, teilweise vereiste Machame-Route (von Südwesten) angeboten.

Allgemeines:

Der höchste frei stehende Berg der Welt besteht aus drei Gipfeln, dem Uhuru Peak (5.892 m), dem Mawenzi (5.149 m) und dem Shira (3.962 m). Der 2 – 3 Millionen Jahre alte Vulkan nimmt eine Grundfläche von etwa 650 km² ein. Während die Nebengipfel Mawenzi und Shira derzeit als erloschen gelten, gilt der Kibo-Hauptgipfel nach seinem letzten Ausbruch vor 200 – 400 Jahren als vulkanologisch schlafend. Aus der Aschengrube im Gipfelkrater (etwa 2,5 Km Durchmesser) entweichen laufend Wasserdampf und Schwefelwasserstoffe.

Die im Gipfelbereich befindlichen Gletscherfelder haben zwar noch teilweise Eisdicken von 20 Metern, sind in den letzten 100 Jahren aber aufgrund der Klimaerwärmung so stark geschrumpft, das bis zum Jahre 2050 ihr vollständiges Verschwinden befürchtet werden muß.

Entdeckung:

Nachdem schon im Altertum von einem schneebedeckten Berg in Afrika berichtet wurde, konnte erst der Missionar Rebmann als erster Europäer (11.05.1846) dessen Existenz bestätigen. Carl Claus von der Decken und Dr. Otto Kersten erreichten 1862 eine Höhe von 4.316 m.

Dr. Hans Meyer (D) und der österreichische Bergführer Ludwig Purtscheller erreichten als erste den höchsten Punkt des damaligen Deutsch-Ostafrika und benannten diesen als Kaiser-Wilhelm-Spitze (06.10.1889). Erst mit der Unabhängigkeit Tanzanias (1961) wurde der Gipfel in Uhuru Peak (Gipfel der Freiheit) umbenannt. Ein Exemplar der Unabhängigkeitserklärung Tansanias ist am Gipfel deponiert.

1989 wurde der Kilimanjaro zur 100 Jahrfeier der Erstbesteigung zum UNESCO Weltkulturerbe ernannt.

Tips zur Besteigung:

Am Kilimanjaro kann man wie an keinem anderen Berg in kürzester Zeit große Höhenunterschiede bewältigen (die umliegenden Savannen liegen nur etwa 1200 m über dem Meeresspiegel). Dementsprechend viele Gipfelaspiranten müssen den Besteigungsversuch wegen akuter Höhenkrankheit abbrechen. „Jedes Jahr versuchen etwa 60.000 Menschen, den knapp 6.000 m hohen Kilimanjaro zu besteigen (wobei wegen der unterschätzten Höhe allerdings nur 20% den Kraterrand und bescheidene 4% den Gipfel selbst erreichen).*

Neben einer entsprechenden körperlichen Vorbereitung (z.B. lange Dauerläufe über mehrere Monate) ist das Verhalten und die Art des Aufstiegs für einen Erfolg entscheidend. Generell hilft ein möglichst langsames und gleichmäßiges Tempo, damit sich der Körper an die Höhe anpassen kann. Besteigungen dürfen derzeit nur organisiert und mit Unterstützung von Guide und Trägern durchgeführt werden. Dabei werden im allgemeinen Standardbesteigungen in 5 oder 6 Tagen durchgeführt (Gipfeltag ist dann jeweils der Morgen des 4. oder 5. Tages). Aus eigener Erfahrung ist die Besteigung in 6 Tagen sicher die sinnvollste Alternative: Der Körper hat mehr Zeit zur Akklimatisierung und man kann die ganze Tour besser genießen. Die Gipfelchance ist dann auch bedeutend höher (siehe auch das Höhenprofil)

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* Franz Berghold / Wolfgang Schaffert: Handbuch der Trekking- und Expeditionsmedizin (Praxis der Höhenanpassung - Therapie zur Höhenkrankheit) DAV SUMMIT Club, 5. Auflage 2001

Weitere Informationen zur Besteigung:

Peter Rotter: Kilimanjaro - Tanzania, Trekking Reiseführer Band 3, 7. Auflage 2000, Brigitte Rotter, Eigenverlag, ISBN 3-992 396-26-7

Anbieter für Kilimanjaro-Trekking:

Siehe Links

Kosten

Die Kosten einer organisierten Besteigung über die im Hyperlink benannten Agenturen sind mit etwa 1.900 – 2.500 € (2003) anzusetzen. Preiswerter lässt sich eine Besteigung eventuell organisieren, wenn man sich direkt mit einer örtlichen Trekkingagentur in Tansania in Verbindung setzt.

Letzte Aktualisierung am 25.11.2014 19:34:48 Uhr