Pic de Coma Pedrosa (2939 m) - der höchste Gipfel des Pyrenäenstaates Andorra
Halbtagestour auf den Pic de Casamanya Sud (2740 m)

Breite: 42,59180° N
Länge: 01,44362° O
Pic de Casamanya Sud (2740 m / 8990 ft)
Breite: 42,58458° N
Länge: 01,56545° O
- Trekkingschuhe
- Funktionsbekleidung
- Hochtourenausrüstung inkl. Klettergurt, Karabiner, Eisschraube
- Kopfbedeckung, Sonnenbrille (100% UV-Filter)
- Fleecejacke (mit Windstopper)
- Tages-Rucksack (ca. 35 - 40 Liter)
- Sonnenschutzmittel
- Übliche Gefahren bei Bergtouren in dieser Höhenlage
- Evtl. leichte Absturzgefahr am Gipfelgrat der Cima de Coma Pedroso
1. Tag - 24.07.2010 Anreise
Ein anderer Abflugort: Vom Allgäu-Airport Memmingen geht es mit einem Billigflieger nach Reus in Spanien, wo ich den Mietwagen übernehme. Dann geht es etwa 3,5 Stunden Richtung Andorra.
Entlang der Mittelmeerküste Richtung Barcelona, dann nach Norden. Durch den Tunnel de Cadi und mit einem kurzen Stück in Frankreich erreiche ich von Osten über den Col de Puymorens den Pyrenäenstaat. In der Dunkelheit erreiche ich mein Hotel im Zentrum der Hauptstadt Andorra la Vella.
2. Tag - 25.07.2010 Pic
dem Coma Pedroso (2939 m)
Nach einem kurzen Frühstück erreiche ich
gegen 09:10 Uhr den Wintersportort
Arinsal, wo ich am Talende den Mietwagen
abstelle. Kurz danach befinde ich mich auf dem
ausgeschilderten Wanderweg zum Pic de Coma Pedroso,
dessen Gipfel 1400 Höhenmeter über dem Parkplatz
in Arinsal (1500 m) sichtbar ist.
Für etwa 800m folge ich einem breiten Weg, der dann nach
links (ausgeschildert) Richtung Berghütte Refugi de
Coma Pedroso abbiegt. Nach der Überquerung zweier
Holzbrücken folgen - noch im Wald - steilere Wegpassagen. In
einem ersten Hochtal verläuft der Weg in
Aufstiegsrichtung links der Wasserfälle des Rio de Coma
Pedrosa. Nach einem zweiten Steilaufschwung, der vom Weg in
einigen Serpentinen überwunden wird, wird der Pass Collet
de Coma Pedrosa (2224 m) erreicht. Auf einer Bergkanzel ist
abseits des Weges die Berghütte Refugi de Coma
Pedrosa (2260 m) erkennbar,
die ich 90 Minuten nach meinem Aufbruch erreiche.
Nach einer kurzen Rast steige ich wieder zurück auf den
Hauptweg, der in leichtem Rechtsbogen sanft ansteigend in
Richtung Talende führt. Hier wird der Weg steiler und
führt nahe an einen Schmelzwasserbach heran. Nach dessen
Querung geht es steiler nach Nordosten, bis der kleine
Tümpel Bassos de Estany Negre erreicht wird.
In steiler Geröllflanke, danach über ein
Altschneefeld der markierten Pfadspur folgend erreiche ich einen
kleinen
Sattel am Südrand des zwischen steilen
Bergflanken eingebetteten Schmelzwassersees Estany
Negre (Schwarzer See). Hier biegt die Pfadspur zum
Gipfel des Pic de Coma Pedrosa nach rechts ab.
Gut markiert windet sich der Pfad durch die
Geröllhänge und erreicht den breiten
Gratrücken, der in mehreren Aufschwüngen von
Südosten zum Hauptgipfel führt. Ein letzter
Aufschwung erfordert mit rutschigem Geröll nochmals
Konzentration, ohne wirklich schwierig zu sein. Dann stehe
ich um 12:40 Uhr an dem Betonsockel, der den Gipfel des
höchsten Berges von Andorra markiert.
Ich bleibe etwa eine Stunde auf dem Gipfel und
genieβe das Panorama der mir bis dahin unbekannten
Pyrenäen. Zeitweise teile ich den Gipfel mit ein
paar anderen Bergsteigern, insgesamt ist aber weitaus
weniger Betrieb als an vergleichbaren Bergen in den
heimischen Alpen.
Um 13:40 Uhr beginne ich dann gemächlich den Abstieg über die Aufstiegsroute. Nochmals eine längere Rast in dem schönen Hochtal südlich des Pic de Coma Pedrosa, dann steige ich wieder in die Waldregion ab, durch die ich um 16:10 Uhr wieder am Parkplatz eintreffe.
3. Tag - 26.07.2010 Pic de
Casamanya Sud (2740 m)
Eine Fahrt von der Hauptstadt Andorra la
Vella führt mich durch den Ort Ordino auf
den Pass Col d´Ordino (1933 m). Nur wenige
Parkmöglichkeiten sind hier neben der Straβe
vorhanden, so dass ein frühes Eintreffen sinnvoll ist.
Direkt an der Passhöhe zweigt der beschilderte Anstieg
zum Pic de Casamanya Sud (2740 m) ab, den ich um
09:30 Uhr beginne:
Die ersten etwa 220 Höhenmeter führt der Weg in
zumeist geringer Steigung nach Norden durch Nadelwald. Dann wird
der breite Grasrücken erreicht, der in
mehreren Aufschwüngen zum Gipfel empor
führt. Links im Tal sind die Orte Ordino und
La Massana zu sehen, in der Ferne versteckt sich der
gestern bestiegene Gipfel des Pic de Coma Pedrosa
(2939 m) den ganzen Tag in den Wolken. Im weiteren Verlauf
des Aufstiegs senkt sich auch die Wolkendecke um den Pic
de Casamanya herab. Der Weg führt zumeist gerade
dem grasigen Gipfel entgegen, nur in den
Steilaufschwüngen gibt es einige Serpentinen, die
teilweise starke Regenwassererosionen aufweisen.
Bei Erreichen der Wolkendecke sinkt die Sicht auf
etwa 30 Meter und ein leichter Nieselregen beginnt. Ich gehe
schneller auf den sichtbaren Gipfelbuckel zu, doch es
ist wieder nur ein Vorgipfel. Dahinter steigt der Pfad
weiter an. Dann endlich ist der gemauerte Gipfelblock in der
Wolkensuppe zu sehen, den ich um 10:57 Uhr erreiche.
Eine Aussicht ist nicht vorhanden, der Niederschlag verleidet mir die Gipfelrast. Auch auf die angedachte und wenig schwierige Gratüberschreitung zum nahe liegenden Pic de Casamanya Norte (2752 m) verzichte ich bei dieser Wetterlage. Ein Müsliriegel, ein schnelles Foto, dann beginne ich den Abstieg von diesem Grasberg.
Im Abstieg kommen noch einige trainierende Bergläufer vorbei, ansonsten ist es hier bei diesem Wetter recht einsam.
Nach etwa 45 Minuten Abstieg bin ich wieder am Col d´Ordino und fahre zurück nach Arinsal.
Den Nachmittag nutze zu einer Besichtigung von Andorras Hauptstadt La Vella, aufgrund des niedrigen Mehrwertsteuersatzes ein Einkaufsparadies für spanische und französische Touristen.
4. Tag - 27.07.2010
Heimfahrt
Am frühen Morgen verlasse ich den Pyrenäenstaat mit dem Mietwagen über den Tunnel am Pas de la Casa Richtung Frankreich. Über die von der Hinfahrt bekannte Strecke geht es dann Richtung Groβraum Barcelona, wo ich am Flughafen Reus den Heimflug Richtung Memmingen antrete.
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Letzte Aktualisierung am 11.01.2023 17:59:36 Uhr
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